Die Haltung der „wilden Tiger“

 

        Bengalkatzen sind zwar sehr soziale Zeitgenossen, jedoch mitunter auch dominant und mit           einem starken Charakter ausgestattet. Eine Zweitkatze sollte ihr dringend gewachsen,

        also stark, kräftig und selbstbewusst sein.

 

        Bengal-Katzen hält man am besten im Doppelpack. Zur Grundausstattung eines                                 Katzenhaushaltes gehört natürlich ein Kratzbaum, an dem sich Deine Bengalkatze

        so richtig auspowern kann.

       Auch viele andere Beschäftigungsmöglichkeiten wie Spielzeug        

  sollten der Katze geboten werden, sonst kommt schnell Langeweile bei den aktiven Tieren auf.          Ideal zum Toben und Spielen ist ein großer Balkon oder Garten.

 

       Das Zusammenleben mit Kindern ist mit einer Bengalkatze kein Problem. Sie besitzt

       ein sehr freundliches Wesen und stellt somit den perfekten Spielkameraden für Kinder dar.

 

       Probleme mit meist lästigen Haaren, die in der ganzen Wohnung verteilt sind, hast Du mit           den Leopardenkatzen nicht. Ihr kurzes Fell ist sehr pflegeleicht und sollte              

       lediglich regelmäßig gebürstet werden.

 

     Bengalkatzen haben ein sehr freundliches Wesen, was sie zu unkomplizierten

    Mitbewohnern macht. Doch neben dieser großen Freundlichkeit sind sie auch sehr                         selbstbewusst, clever und vor allem lebhaft. Wie alle Katzen sind sie eigensinnig

    und möchten gerne selbst entscheiden, wann sie spielen, fressen oder schlafen wollen.

    In einer Verhaltensweise unterscheidet sich die Bengalkatze jedoch

    stark von den meisten Katzen:

    Sie geben von Schnurren über Miauen bis Gurren viele verschiedene Geräusche von sich.             Allgemein sind die „Leopardenkatzen“ sehr soziale Tiere, laufen ihrem Menschen oft                       hinterher und sind sehr lernfähig, was das Erlernen von Tricks und Kommandos betrifft.

        Katzen alleine halten: Keine Katze ist von Geburt an Einzelgänger!

Eine Katze alleine halten zu wollen, hat viele Nachteile, vor allem für das Tier:

Katzen sind gesellig und, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine Einzelgänger.

Selbst, wenn sie eine enge Beziehung zu ihrem Menschen aufbauen, kann dieser ihnen einen Artgenossen nicht ersetzen.

Für Katzen und ihre Menschen ist nicht nur besser, sondern richtig,

von Anfang an zwei Tiere in die Familie aufzunehmen.

Bei ausschliesslicher Wohnungshaltung ist es sogar ein MUSS!

Wenn man ganztags berufstätig ist, grenzt Einzelhaltung, vor allem bei einer jungen Katze, an Tierquälerei. Auch wenn man Mittags nach Hause kommt, reicht das nicht.

Der Mehraufwand an Arbeit und Kosten für zwei Tiere ist kaum der Rede wert.

Einzelhaltung in einer Wohnung wäre eventuell praktikabel,

wenn es sich um eine eher ruhige Katze, über sechs Jahre, handelt.

Da Katzen am häufigsten in den ersten zweieinhalb Jahren ihres Lebens (75% aller schweizer Katzen) verschwinden und umkommen, macht es Sinn, sie in dieser Zeit als reine Wohnungskatzen zu halten, auch wenn man ein Haus hat,

aber WENIGSTENS bis zur Kastration. 


Wichtig ist, dass man ihnen das "nur in der Wohnung leben" so abwechslungsreich, so nah an dem was sie draussen erleben würden, gestaltet.

Ein Punkt dieses Normalen ist eben eine zweite Katze.

Sie bewegen sich mehr bis ins hohe Alter, was Verstopfungen vorbeugt und generell der Gesundheit zuträglich ist. 
Gegenseitige Körperpflege, Katzenzärtlichkeit untereinander, gemeinsame Spiele,

die ruhig auch mal zu einer Rauferei ausarten können und auch dürfen,

bereichern das Leben der Wohnungskatze. 
Gleichzeitig entlasten sie, wenn sie sich miteinander beschäftigen, unser schlechtes Gewissen, weil wir in der Regel viel zu wenig Zeit für unsere Katzen aufbringen, aus welchen Gründen auch immer.

Mit dem immer noch weitverbreiteten Irrglauben, dass zwei Katzen sich hauptsächlich miteinander beschäftigen, möchte ich nachdrücklich aufräumen.

Das stimmt nur so lange wie ihr Mensch nicht anwesend ist oder keine Zeit für sie hat.

Sobald er sich ihnen zuwendet, ist er der Mittelpunkt, die Hauptperson.

Katzen lieben Menschen mehr als ihresgleichen.

Warum das so ist weiss niemand, aber es ist so.